Besitztümer

Wie offenbart Gottes Boten
Marshall Vian Summers
am 9 März 1992
in Boulder, Colorado, USA

Über diesen Text


Was du in diesem Text liest, ist die Transkription der Originalstimme des Engelsrates, wie sie über den Boten Marshall Vian Summers sprach.

Hierbei wird die originale Kommunikation von Gott, die jenseits von Worten existiert, vom Engelsrat, der über die Welt wacht, in menschliche Sprache und menschliches Verständnis übersetzt. Der Rat bringt dann Gottes Botschaft über den Boten dar, woraufhin sie transkribiert und euch und allen Menschen verfügbar gemacht wird.

In diesem bemerkenswerten Prozess spricht die Stimme der Offenbarung erneut. Das Wort und der Klang sind in der Welt. Mögest du der Empfänger dieses Geschenks der Offenbarung sein und mögest du offen sein, ihre einmalige Botschaft für dich und für dein Leben zu empfangen.



Anmerkung an den Leser:
Diese Übersetzung wurde der Society von einem Schüler der Neuen Botschaft verfügbar gemacht, der den englischen Originaltext als Freiwilliger übersetzt hat. Wir stellen diese Übersetzung in dieser frühen Form zur Verfügung, damit jeder Gelegenheit hat, sich mit einem Teil der Neuen Botschaft in seiner eigenen Sprache zu befassen.

Jetzt werden wir über das Besitzen von Dingen und das Haben von Dingen in der Welt sprechen. Zuerst einmal sagen Wir, dass es nichts gibt, was du besitzen könntest, das fast so wertvoll ist oder das in irgendeiner Weise mit dem Wert von Kenntnis und Weisheit verglichen werden kann. Du musst Weisheit entwickeln, um Kenntnis zu erfahren und um sie mit dir zu tragen. Wenn wir von Besitztümern sprechen, glaube nicht, dass wir ihnen diesen Wert beimessen. Glaube nicht, dass sie diese Wertschätzung aus unserer Sicht besitzen.

Wir sprechen von Besitztümern, weil der Besitz von Sachen ein Teil des Daseins in der Welt ausmacht. Es gibt Dinge, die nutzbringend und nützlich sind und bis zu einem gewissen Grad Bequemlichkeit und Freude bieten. Und natürlich gibt es viele Dinge, die ziemlich nutzlos sind und nur als Ablenkung dienen oder an sich schon schädlich sind. Da ihr alle Dinge besitzen müsst, lass uns über Eigentum sprechen und dir das Verständnis geben, dass das Wichtigste ist, dass du dein Augenmerk auf die Erlangung von Kenntnis und auf die Entwicklung der Beziehungen legst, die Kenntnis effektiv ausdrücken können.

In eurer Welt scheint es fast unbegrenzte Dinge zu besitzen und zu tun. Sicherlich gibt es genug, um deine Zeit vollständig zu füllen, und das geschieht überall um dich herum. Die Menschen sind von den Dingen besessen. Sie werden von den Dingen verzehrt. Sie kaufen Sachen. Sie besitzen Sachen. Sie reparieren sie. Sie handeln mit Besitztümern. Sie verkaufen Besitztümer. Sie kaufen mehr Dinge. Dann kaufen sie Dinge, um die Dinge zu reparieren, die sie bereits haben und so es geht immer weiter und weiter. Und natürlich, je mehr du besitzt, desto mehr musst du unterstützen, was du besitzt und deshalb musst du härter arbeiten, um das zu erhalten, was du hast, und hoffentlich mehr zu kaufen. So wird dieses Kaufen und Besitzen völlig dominierend. Es überschattet die größeren Fragen des Lebens und scheint das Leid der Menschen zu lindern, die sich durch ein Leben auszeichnen, das ihnen und anderen unbekannt ist. Der Missbrauch von Eigentum ist überall. Seine Manifestationen sind da, damit du sie sehen kannst. Die Art und Weise, wie Menschen mit ihren Besitztümern umgehen und wie sie sich ihrem Besitz hingeben, ist in vielen, vielen Ausdrucksformen zu erkennen.

Ist es schlecht, Dinge zu haben, während so ein großer Missbrauch stattfindet? Ist es schlecht? Die Antwort darauf bedarf einer Erklärung. Die Antwort ist ja, es kann schlecht sein. Viele Dinge zu besitzen ist ein großer Nachteil, nicht weil es an und für sich schlecht ist, sondern weil es deinen Verstand von anderen Dingen, die wichtiger sind, ablenkt, und es dich von dir selbst entfremdet. Die Welt, in der du lebst, widmet sich dem Besitztümern und der Bereitstellung von Dingen. Tatsächlich werden die Menschen geschätzt, wie viel sie haben, wie hart sie dafür arbeiten, wie sie es angehäuft haben und so weiter. Die Anhäufung von Besitz ist eine ständig wachsende Belastung und ein immer dominierender Fokus, der die Möglichkeit, ein wahres Leben zu führen, überschattet.

Dinge zu besitzen, kann schlecht sein. Allerdings ist es eine Tatsache des Lebens, Dinge zu besitzen, und man muss einige Dinge besitzen, um in der Welt erfolgreich zu funktionieren. Hier erkennst du, dass du kein Asket bist. Du hast weder ein asketisches Leben gewählt, noch lebst du in einem Kloster. Du musst viele Dinge besitzen, um in der Welt zu funktionieren, also wo zieht man die Grenze? Das ist die Frage. Die Frage ist nicht, ob es gut oder schlecht ist, Dinge zu haben. Die Frage ist, wo man die Grenze ziehen soll.

Hier müssen Wir noch einmal zur Kenntnis zurückkehren, denn nur Kenntnis weiß, was du brauchst und was nicht. Wenn du dich der Kenntnis öffnen kannst, auf Kenntnis wartest und bei Kenntnis bleibst, dann wirst du die Gelegenheit haben zu wissen, wo du die Grenze für dich selbst ziehen kannst. Ohne dies wirst du versuchen, andere Menschen, basierend auf den Werten, die du für tugendhafter hältst, nachzuahmen. Du wirst noch einmal versuchen, eine Reihe von Standards zu leben, die auf deinem eigenen Wertesystem oder auf dem Wertesystem eines anderen basieren, das du für besser hältst als deins. Aber du kannst hier nicht die Grenze ziehen. Hier handelst du wieder rein nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Wenn du nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum heraus handelst, ist die Enttäuschung ständig bei dir. Es ist sehr schwierig, die Dinge zu klären, wenn dies das einzige Mittel ist, das du wählst.

Mit dem Eigentum spreche Ich nicht nur von physischen Dingen. Ich spreche auch von Ideen. Ich möchte also darüber sprechen, damit wir einen größeren Überblick darüber haben, was Eigentum wirklich ist. Einige Menschen sammeln Objekte. Andere sammeln Ideen. Ein Teil der Anziehungskraft von Ideen zu sammeln, ist, aufregende Gedanken zu haben und den Nervenkitzel zu haben, einen Einblick zu haben, der wie der Nervenkitzel ist, eine neue Sache zu kaufen—vielleicht ein neues Kleidungsstück, das man für ein paar Tage tragen kann, und dann wird es einfach ein Kleidungsstück, eine weitere Sache. Menschen schätzen Einsichten oft auf die gleiche Weise. Sie haben eine Einsicht, und oh, sie sind aufgeregt und sie denken, dass es so bedeutungsvoll ist. Sie laufen stolz damit herum und teilen es eifrig mit ihren Freunden. Dann, nach ein paar Tagen, nun, ist es nur ein weiterer Gedanke, der zu den Millionen anderer Gedanken hinzukommt, die bereits da sind. Einsichten zu haben ist also wie ein neues Kleid oder ein neues Paar Schuhe zu kaufen. Der Nervenkitzel ist schnell vorbei und du hast noch eine weitere Sache.

Dinge zu besitzen bedeutet nicht nur, Objekte zu sammeln; es bedeutet auch Ideen zu sammeln. Viele Menschen sammeln Ideen. Sie sind immer auf der Suche nach neuen Vorstellungen und wenn sie neue Vorstellungen finden, sagen sie: “Oh, das ist so interessant! Was für eine interessante Idee! Fantastisch!” Sie lesen ein neues Buch und sagen: “Oh, ein tolles Buch! Oh, was für gewaltige Einsichten!” Sie sind ein paar Tage lang von diesem Buch begeistert und dann gehen sie zu anderen neuen, aufregenden und interessanten Dingen über. Es ist wie beim Kauf von Kitsch. Der einzige Unterschied ist, dass der eine physisch und der andere mental ist. Aber es ist alles Anhäufung. Menschen können sehr viele Vorstellungen haben, die sie gesammelt haben, sogar eine enorme Sammlung von Vorstellungen zu einem bestimmten Thema. Es gibt natürlich immer mehr zu sammeln, denn im Reich der Vorstellungen gehen einem die Ideen nicht aus. Aber was du im Reich der Ideen findest, ist, dass nach einer Weile die meisten Ideen wie andere Ideen sind. Die Unterschiede zwischen ihnen sind nicht so groß. Genauso verhält es sich mit Objekten. Nach einer Weile ist einer wie der andere—es ist alles Zeug!

Einige Menschen glauben, dass der Besitz von Dingen verächtlich ist und so gehen sie und sammeln Ideen. Einige Menschen sammeln spirituelle Praktiken. Andere Menschen sammeln spirituelle Artefakte. Sammeln, sammeln, sammeln—ob es sich um Objekte oder Ideen handelt—sammeln, sammeln, sammeln, bis du aufgebläht bist und mit all dem überhäuft bist, und es scheint die Leere in dir auszufüllen, die ein Ruf nach Kenntnis ist.

Wenn jemand zum Studium im Weg der Kenntnis der Größeren Gemeinschaft kommt, ist er oft begierig auf neue Vorstellungen. “Oh, ich will neue Ideen!” Sie lesen Weisheit aus der Größeren Gemeinschaft. “Oh, neue Einsichten! Neue Ideen! Fantastisch!” Oder sie sagen: “Oh, das habe ich schon mal gehört.” Es ist wie ihre andere Sammlung von Einsichten. Es sind alles weitere Vorstellungen für sie. Ideen, noch mehr Ideen. Oder vielleicht sind es aufschlussreichere Erfahrungen. “Oh, ich hatte eine tolle Erfahrung!” Und als die Erfahrung nachlässt, sagen sie: “Hier ist nichts mehr für mich übrig. Ich werde zu neuen Dingen übergehen.”

Viele Menschen nähern sich der Lehre auf diese Weise, mit der Vorstellung, mehr Dinge zu sammeln. Oder vielleicht ist ihr Streben verzweifelter. Vielleicht suchen sie nach einer Antwort. Sie müssen die Antwort haben. Sie sind nicht daran interessiert, Ideen zu sammeln, aber sie müssen etwas haben, das ihnen Erleichterung bringt. So lesen sie die Weisheit aus der Größeren Gemeinschaft und sie finden etwas, das ihnen Erleichterung gibt, aber es gibt nur für ein paar Tage Erleichterung. Dann kehrt ihr Schmerz zurück und sie sagen: “Oh, nun ja. Dieses Programm ist nichts für mich. Ich muss mir etwas anderes suchen. Es hat mir den Schmerz nicht genommen. Es hat mich nicht erleichtert.” So gehen sie zu neuen Dingen über.

Einige Menschen nähern sich dieser Lehre, um neue Ideen, neue Erkenntnisse und so weiter zu sammeln. Einige Menschen glauben sogar, dass, wenn sie diese Ideen haben, sie in der Lage sein werden, mehr Geld zu verdienen und mehr Dinge zu kaufen. Andere Menschen kommen, weil sie Hilfe suchen, eine Flucht aus ihren Schwierigkeiten und sie suchen verzweifelt. Das Seltsame ist, dass sie alle enttäuscht sein werden. Beim Weg der Kenntnis geht es nicht darum, Dinge zu sammeln oder Dingen zu entkommen, überhaupt nicht. Deshalb stellen wir den Menschen die Schritte zur Kenntnis, die erste Studienebene, zur Verfügung. Sie enthält genug Weisheit, um die meisten Bedürfnisse zu übertreffen, wenn sie angemessen erlernt, weise angewendet und in den Bereich der Beziehungen gebracht wird.

Was es auch tut, ist interessanterweise, die Motive der Menschen für ihr Lernen zu enthüllen. Wenn du die Schritte zur Kenntnis gehst, um mehr Vorstellungen zu haben, neue Einsichten zu erlangen oder die Spannung aufrechtzuerhalten und wenn du in der Vorbereitung weitermachst, wirst du in der Lage sein, deine Motive zu erkennen. Irgendwann wirst du erkennen, dass deine Motive und das Angebot von den Schritten zur Kenntnis nicht dieselben sind, also musst du entweder die Vorbereitung aufgeben, um deinen Motiven zu dienen, oder deine Motive aufgeben, um an der Vorbereitung teilzunehmen. Irgendwann erreichen die Menschen diesen Punkt und ihre gesamte Motivation für das Lernen muss komplett neu bewertet werden.

Die eigentliche Motivation für das Lernen der Schritte zur Kenntnis ist mysteriös. Der wahre Grund, warum du es tust, ist, dass du es tun musst. Das ist Kenntnis. Nur Kenntnis kann dich motivieren, Kenntnis zu finden. Andere Interessen—Sammeln, Erwerb, Flucht, Spannung, Liebe—können dich nicht zur Kenntnis führen. Selbst die Liebe, die in den Köpfen der meisten Menschen eher eine aufregende Erfahrung als eine lebendige spirituelle Präsenz ist, wird dich nicht zur Kenntnis führen, weil du auf dem Weg der Kenntnis herausfindest, dass du einige sehr unliebsame und schwierige Erfahrungen hast. Es ist nicht alles wunderbar, herrlich, aufregend und spirituell. Es ist schwer. “Oh, mein Gott! Was passiert mit mir? Ich war ein netter Mensch; jetzt weiß ich nicht, was ich bin!”

All diese anderen Motivationen für das Lernen im Weg der Kenntnis müssen neu bewertet werden, da sie dich nicht zur Kenntnis führen. Du gehst zur Kenntnis, weil du zur Kenntnis gehen musst. Es ist wie ein tiefer, tiefer Instinkt über deine Wünsche, Ängste und persönlichen Vorlieben hinaus. Es ist wie eine Heimkehr. Du bist angezogen und bereit, die Opfer zu bringen. Du bist bereit, die Herausforderungen anzunehmen und die Neubewertungen vorzunehmen. Warum? Weil du es tun musst. Die Vorbereitung verspricht dir kein großes Liebesleben, Überfluss, ein neues Auto oder eine neue Persönlichkeit, bei der du die alte Persönlichkeit gegen eine neue Persönlichkeit eintauschst, die mehr Spaß macht. Nein! Das ist, Besitztümer zu erwerben.

Besitz zu erwerben ist wie Nahrung zu essen: Wenn du zu viel isst, wirst du vollgestopft und hast Magenprobleme. Wenn du zu viele Dinge oder Vorstellungen erwirbst, wirst du vollgestopft und du wirst gesundheitliche Probleme und psychische Probleme haben und so weiter. Ob du versuchst, die Wahrheit oder die Stimulation zu finden, der Erwerb von Dingen beginnt, dich krank zu machen und du musst zur Einfachheit zurückkehren, die das Verweilen mit Kenntnis ist. Mit Kenntnis zu bleiben ist so einfach, dass es die Menschen völlig verwirrt, weil sie versuchen, etwas zu bekommen, etwas zu haben, etwas zu entkommen oder etwas zu erleben. Kenntnis ist. Sie ist keine Ware. Sie ist keine Ansammlung von spannenden Ideen. Sie ist keine Ansammlung von spirituellen Objekten.

Am Anfang der Schritte zur Kenntnis steht: “Kenntnis ist bei mir. Wo bin ich?” Wenn du diese Lektion vollständig verstehen könntest, würdest du die Hälfte der gesamten Vorbereitung direkt dort lernen. “Wo bin ich? Was mache ich hier?” Wenn wir also von Besitz sprechen, sprechen wir über alles, was jeder versucht, aus dem Leben herauszuholen. Während du versuchst, Dinge aus dem Leben zu holen, entgeht dir das Leben. Das ist frustrierend!

Eines Nachts, wenn es klar ist und die Sterne hell leuchten, schaue in den Himmel und frage dich: “Was will ich davon haben?” Sprich zu den Sternen und sag: “Okay. Gib es mir! Ich möchte die Erfahrung der Universellen Weisheit oder die völlige Affinität zum Leben. Gib es mir!” Und die Sterne sind einfach da. Sie kommen weder zu dir noch gehen sie von dir weg. Sie geben weder nach noch ziehen sie sich zurück. Sie sind für dich da.

Die Menschen gehen die Schritte zur Kenntnis und sagen: “Okay! Wann werde ich sie bekommen? Wo ist die Belohnung? Ich bin hier! Ich übe, sozusagen. Wo ist die Belohnung?” Wenn sie irgendwann auf ihrer Vorbereitung beharren, werden sie erkennen, dass das Problem nicht an der Vorbereitung liegt, sondern an ihren Motiven. Ohne seinen Besitz hat dein persönlicher Verstand buchstäblich nichts, um ihn zusammenzuhalten, verstehst du? Sein ganzer Identitätssinn basiert auf dem, was er besitzt, was er denkt und mit dem womit er verbunden ist. Weil er künstlich ist, muss er all diese Dinge haben und sie immer wieder erneuern, oder er beginnt zu schrumpfen und zu zerfallen. Also lassen wir ihn schrumpfen, nicht drastisch, aber langsam, nicht um ihn zu bestrafen, sondern einfach, um den Verstand umzulenken, um eine andere Menge von Fähigkeiten zu entwickeln und allmählich einen anderen Fokus und eine andere Orientierung zu erlangen—eine Orientierung weg von der Ansammlung hin zu tiefer Erfahrung, so dass eines Tages, wenn du zu den Sternen hinaufblickst, die Sterne für dich da sind und du für sie da bist.

Die Besitzproblematik macht übrigens einen Großteil der Schwierigkeiten aus, die Menschen in Beziehungen erfahren. Hier gehen Menschen Beziehungen ein und sie haben all diese Erwartungen darüber, was sie bekommen werden und wie sie es bekommen werden und was sie erwarten, und so weiter. So wird ihre Fähigkeit, eine andere Person tatsächlich zu erfahren und eine verwandtschaftliche Beziehung zu erleben, sehr eingeschränkt. Denn wie kann man die Erfahrung der Verwandtschaft machen, wenn man diese riesige Agenda hat, was man haben wird und wer man sein wird und wie es funktionieren wird, und so weiter?

All diese Erwartungen und dieses Motiv der Anhäufung zu haben, hindert dich daran, fähig zu sein einen anderen zu erfahren. Es deaktiviert deine Urteilsfähigkeit; es deaktiviert deine Wahrnehmung; es deaktiviert echte Bewertung, die auf Kompatibilität und gemeinsamer Richtung basiert. Wenn du eine Beziehung ohne all diese Motive der Anhäufung eingehst, könnten die Dinge für dich klar sein, sehr klar. Aber für den Menschen, der von diesen Motiven geleitet wird, dauert es Jahre, bis es offensichtlich wird—und dann erst, nachdem viele Erwartungen und Wünsche enttäuscht wurden. Du siehst also, dass Enttäuschung ein wichtiger Teil des Lernens ist, aber sie darf nicht der einzige Teil des Lernens sein.

Kommen Wir nun zurück, um zu sehen, wo wir die Grenze beim Besitz von Dingen ziehen können. Wenn du Mir bis jetzt folgst und darüber nachdenkst, was Ich dir sage, darüber nachdenkst, wie es sich auf dich bezieht und nicht auf andere Menschen, dann kannst du sagen: “Wo ziehe ich die Grenze? Ich muss eine gewisse Anzahl von Dingen haben, um in der Welt gut zu funktionieren und ich muss eine gewisse Anzahl von Vorstellungen, Einsichten und guten Erfahrungen haben, um in der Welt zu funktionieren. Nun, wo ziehe ich die Grenze, weil ich weiß, dass ich weiterhin Dinge kaufen und nach Hause bringen kann, bis mein Haus an die Decke mit Dingen vollgestopft ist. Ich kann weiterhin Gedanken, Einsichten und glückliche Erfahrungen sammeln, bis mein Verstand bis zur Decke gefüllt und mit Dingen vollgestopft ist. Ich weiß, dass ich das kann. Wo ziehe ich die Grenze? Wo ist das Gleichgewicht?”

Zuerst finde heraus, was du wirklich brauchst und was du wirklich verwendest. Was du wirklich verwendest und was du wirklich brauchst, sind sehr verwandt. Dies gilt sowohl für den Besitz von Gegenständen als auch für den Besitz von Vorstellungen. Was verwendest du wirklich? Was brauchst du wirklich? Die Menschen beurteilen ihre Bedürfnisse nach Dingen, die ihnen Komfort geben und oft denken sie, dass einige ihrer Besitztümer eines Tages gebraucht werden, aber nicht heute oder in nächster Zeit. Was brauchst du jetzt? Wenn du anfängst, diese Frage zu stellen und sie ernsthaft in Betracht ziehst, wirst du sehen, dass du nicht viel brauchst. Doch die Dinge, die du brauchst, sollten sehr gut sein. Die in deinem Besitz befindlichen Gegenstände sollten gut verarbeitet und langlebig sein. Die Vorstellungen, mit denen du dich verbindest, sollten beständig und hilfreich sein, so sehr, dass du sie nicht leicht erschöpfen kannst. Viele der Vorstellungen und Einsichten, die Menschen zu ihrer eigenen Erbauung sammeln, sind leicht erschöpft und haben keinen bleibenden Wert; sie haben keine Tiefe und können keinen Sinn liefern. Sie sind entweder selbstgefällig oder nur anfänglich stimulierend, und darüber hinaus können sie nicht mehr bieten.

Was du benötigst, hängt davon ab, was du nutzt. Das ist das erste Kriterium. Wenn du dreißig Kleidungsstücke besitzt und nur fünf benutzt, wofür sind dann die anderen fünfundzwanzig? Und warum nehmen sie Zeit und Energie in deinem Leben in Anspruch? Dies bezieht sich auch auf Beziehungen, weil bestimmte Menschen Beziehungen auf die gleiche Weise sammeln wie andere Menschen Bücher, Münzen, Pflanzen, Gemälde, Kleidung oder dergleichen. Welche Beziehungen sind dir wirklich wichtig? Diese grundlegende Frage erfordert eine ehrliche Antwort.

Frage dich als nächstes, ob es sich für dich richtig anfühlt, diesen Gedanken, dieses Objekt oder diese Einsicht zu besitzen oder in dieser Beziehung zu sein? Nicht “Kann ich es wegen seiner Vorteile rechtfertigen?”, sondern “Fühlt es sich richtig an?” Das ruft jetzt nach deiner Erfahrung, nicht einfach nach deinen Vorstellungen, denn es lassen sich viele Dinge rechtfertigen, die nicht gut für dich sind und sich nur als Belastung erweisen.

Das dritte Kriterium ist der Appell an Kenntnis, dir zu zeigen, was zu tun ist. Dies ist wichtig, wenn die ersten beiden keine entscheidende Entscheidung ergeben. Hier bittest du darum, es dir zu zeigen. “Zeig mir, was ich tun muss. Zeig mir, was wichtig ist.” Denke daran, dass du nur eine bestimmte Anzahl von Objekten, Vorstellungen und Beziehungen brauchst, aber sie müssen alle sehr wichtig sein und einen großen Wert haben, weil sie dich mental und physisch unterstützen werden. Es geht also nicht darum, alle Besitztümer, alle Beziehungen und alle Ideen zu leugnen oder sich für alles zu öffnen, was einem in den Weg kommt. Das sind zwei Extreme. Auch ein gesunder Weg ist nicht möglich. Das Erlernen von Urteilsvermögen und Unterscheidungsfähigkeit ist ein wesentlicher Teil der Entwicklung eines jeden Menschen, wenn es auf wahrer Assoziation beruht. Ich spreche von einer wahren Verbindung.

Welche Besitztümer benutzt du wirklich? Welche brauchst du wirklich? Warum solltest du noch etwas anderes besitzen? Welche Vorstellungen helfen dir wirklich? Welche Vorstellungen haben Tiefe und sind wichtig? Warum musst du dich mit anderen Vorstellungen beschäftigen? Welche Beziehungen sind wirklich wichtig für deine Entwicklung und unterstützen dein spirituelles Wachstum? Was machst du in Beziehungen, die das nicht können? Dieses Aussortieren schafft echte Wirtschaftlichkeit. Wirtschaftlichkeit ist essentiell, denn sie gibt dir genügend Reserven an Lebenskraft—Zeit, Energie und Motivation—um dich auf größere Dinge auszurichten.

Menschen, die von zu vielen Ideen, zu vielen Beziehungen oder zu vielem Besitz dominiert werden, können nicht in eine größere Arena des Verstehens oder der Errungenschaft eintreten. Sie tragen zu viel Gepäck. Ihr Leben ist voll. Ihre Sorgen haben sie überholt. Sie können nirgendwo hingehen. Alles, was sie tun können, ist, ihren Besitz zu versorgen. Sie werden nicht weiter gehen. Sie identifizieren sich mit ihrem Besitz, unabhängig ob es sich um Objekte, Vorstellungen oder Menschen handelt. Sie sind zu 100% vollgestopft. Du kannst ihnen nichts hinzufügen. Es kann nichts Neues eintreten. Sie sind für das Leben geschlossen. Sie kümmern sich gewissermaßen um das Museum ihres Lebens. Sie sind Museumskuratoren ihres eigenen Lebens und behalten den Überblick über alles, was bisher gesammelt wurde. Was für ein staubiges und düsteres Leben! Sie schauen in den Himmel und sehen ihn nicht. Denn wenn es im Leben darum geht, ein persönliches Museum zu erhalten, warum sollte man dann überhaupt ein Universum haben? Es ist nur eine Kulisse. Warum größere Fragen stellen? Warum spürst du deinen Schmerz und deine Sehnsucht nach größeren Dingen?

Der Mann und die Frau der Kenntnis wollen die Wirtschaftlichkeit, weil sie Zeit brauchen, sich auf Kenntnis zu konzentrieren und größere Dinge zu lernen. Sie können nicht mit Gegenständen, Vorstellungen oder Menschen überhäuft werden, die nicht Teil ihres Strebens sind. Das ist Wirtschaftlichkeit und das ist wichtig. Wenn du fortschreitest und den Weg der Kenntnis der Größeren Gemeinschaft erlernst, fallen die Dinge allmählich weg, nicht weil sie schlecht sind, sondern einfach weil sie nicht mehr gebraucht werden. Du kannst sie nicht verwenden. Du willst nicht viel zusätzliches Gepäck mitnehmen. Dein Leben wird in gewisser Weise gestrafft. Deine Last wird immer geringer. Jetzt kannst du mehr Verantwortung übernehmen.

Wie du aus Meinem Vortrag ersehen kannst, ist die Idee des Besitzes viel umfassender als das, was du vorher vielleicht in Betracht gezogen hast. Dieses neue Verständnis ist sehr wichtig, denn der Weg der Kenntnis der Größeren Gemeinschaft verkörpert den Übergang von Beziehungen und den Eintritt in ein neues Leben und eine neue Art von Erfahrung. Du kannst diese Reise nicht antreten, wenn du zu viel Gepäck mitnimmst. Du kannst nur das tragen, was du wirklich brauchst. Dann kannst du schneller und leichter voranschreiten und dich weniger unterdrückt durch das fühlen, was du zurücklässt.

Wenn dir neue Objekte gezeigt werden oder du die Möglichkeit hast, neue Dinge zu kaufen, neue Ideen zu erwerben, neue Menschen kennenzulernen oder an neuen Aktivitäten teilzunehmen, frage dich: “Was brauche ich wirklich und was nutze ich wirklich? Was ist das Wesentliche?” Ein Teil davon kannst du dir selbst beantworten. Manchmal musst du dich an Kenntnis wenden, nicht nur, um dir die Antwort zu sagen, denn Kenntnis führt nicht viele Gespräche, sondern demonstriert es. Gerade bei sehr wichtigen Entscheidungen muss der Weg aufgezeigt werden, denn eine Vorstellung reicht nicht aus. Du musst es sehen, seinen Wert kennen und sehen, dass es für dein Leben und deine Bedürfnisse völlig relevant ist. Dies geschieht durch Vorführung.

Menschen belästigen Kenntnis mit allen möglichen Fragen. Oftmals wollen sie mehr Einblicke, mehr Anregungen und mehr Menschen sammeln. Mehr, mehr, mehr! Aber Kenntnis ist still. Durch die Kenntnis wird eine Lernsituation geschaffen, die der Person hilft, sich mit den wirklichen Themen auseinanderzusetzen, um die es geht. Denn Kenntnis ist nicht wie ein kleiner Laufbursche, der dir alles bietet, was du willst—wie das Zimmerservice! Kenntnis ist der Meister. Du bist der Schüler. Dennoch beginnen die Menschen oft ihr Studium, indem sie so handeln, als wären sie der Meister und Kenntnis ihr Schüler. Irgendwo im Prozess kehrt sich die gesamte Autoritätsordnung um—oft sehr allmählich und manchmal in sehr großen Schritten.

Weisheit aus der Größeren Gemeinschaft: Band I beschreibt, dass Gottes erster Zweck darin besteht, dich zu entlasten. Das klingt nach einer netten Idee. Aber denk darüber nach, was es wirklich bedeutet. Was es wirklich bedeutet, ist, dass das gesamte Kaufmotiv umgekehrt werden muss. Wenn du irgendwo im Leben hingehst, kannst du nicht alles mitnehmen. Du kannst nur das mitnehmen, was du brauchst und dies entlastet dich. Das erspart dir Zeit, Energie, geistige Freiheit und gibt dir die Fähigkeit, neue Ideen und neue Allianzen zu gründen. Dies definiert und leitet deine gesamte Beziehung zu Objekten in der physischen Welt neu. Diese neue Beziehung basiert nicht mehr auf Fantasie und vergangenen Assoziationen. Sie basiert auf Nützlichkeit und realem Wert. So entsteht eine gesunde Beziehung zur physischen Welt, zu Menschen und zu Ideen.

Einige Menschen haben sich gefragt: “Warum sollte ich den Weg der Kenntnis der Größeren Gemeinschaft lernen? Ich will nicht mehr wirklich Bücher lesen.” Der Grund dafür ist, dass der Weg der Kenntnis dir ein paar Dinge gibt, die du tief in Betracht ziehen solltest, anstatt einfach mehr Ideen in deinen Verstand zu pumpen und ihn zu stimulieren. Denke an die Vorstellung: “Kenntnis ist bei mir. Wo bin ich?” Du könntest viele Jahre mit dieser einen Vorstellung allein verbringen. Eine Idee! Du kannst diese Idee nicht erschöpfen. Sie ist revolutionär. “Allein kann ich nichts erreichen.” Dies ist eine weitere revolutionäre Idee. Sie könnte die Welt verändern, wenn man sie in Betracht zieht und ihr erlaubt, deine Erfahrung von dir selbst und der Welt zu verändern. Dann bist du nicht mehr das, was du besitzt. Du bist mit etwas Unsichtbarem und Mysteriösem verbunden, das das Leitprinzip allen Lebens ist.